Auszüge aus Gesprächsnotizen

Tanz-Bewegung-Ausdruck
Kurs im Herbst 2016

Im Rahmen des Kurses entstanden Gespräche zwischen Anne Loschky (Kursleitung) und zwei Teilnehmer-Innen (Christina Jelinek, Hella Reimann).

Sie erzählen von ihren Eindrücken: Wie sie Bewegung erleben. Wie sie die Entwicklung erlebt haben und das Gefühl der Gemeinschaft gewachsen ist. Sie haben sich auf Ungewöhnliches eingelassen und beschreiben welche Erfahrungen sie damit gemacht haben.

Im Folgenden finden Sie Auszüge aus den Gesprächsnotizen:

„Wir waren beeindruckt von der Vielfältigkeit dessen, was uns angeboten wurde. Was haben wir nicht alles ausprobiert. Wir waren leise, schrill, vehement, verdreht. Wir waren einfach wir selber.Und das hat so gut getan diese Reise ins Ungewisse"

„Und da ist eine Verführung, Ungewöhnliches zu tun, ausprobieren, sich aus der Rolle fallen lassen. Endlich. Und in den Ausdruck gehen, mal die Gesichtszüge entgleisen lassen - wie gut tut das. Mal ächzen, stöhnen, mal juchzen - wie gut tut das."

„Nach der Stunde, beim Cappuccino im Gemeindecafé, da lachen wir uns an und fragten uns, wann wir letzt so viel Freude, reine Freude oder kinderliche Freude verspürt hatten. Wir dachten, dass es lange her war, zu lange."

„Ein dementielle Erkrankung, ein Rollator, eine lahme Hüfte kann das nicht bremsen.Wie gut tat das, das zu erleben."

„Es klingt vielleicht hochtrabend, aber wir sind innerlich gewachsen, und das einfach durch Bewegung. Neue Räume sind uns offen geworden. Und das im Alter. Da gibt es die Meinung, dass Bewegungsräume verloren gehen. Wir haben welche dazugewonnen, nicht indem wir plötzlich den Spagat konnten, den wir noch nie konnten, Nein dadurch, dass wir genauer wurden, authentischer, einfach wir selbst und das sehr direkt."

„Danach fühlten wir uns selbstbewusster und klarer, waren plötzlich auch freundlicher und ich ertappte mich auf dem Nachhauseweg, dass ich mir fremde Menschen anlächelte. Oder an der Haltestelle mit jemand anfing zu sprechen."