Der Bankjob

Die kompanie tanzwerk entwickelt für ihre nächste Produktion kriminelle Energie.
Als Inspiration dafür dient die Geschichte dreier ausgebuffter Senioren, die 12 Jahre lang in professioneller Manier zahlreiche Banken ausrauben.

Anfänglich wollen sie mit der Beute nur einen Bauernhof kaufen und so dem staatlich verordneten Heim für Arme Alte entkommen. Doch der Job läuft sehr gut, sie genießen immer mehr den Kick und können nicht mehr aufhören. Bis sie schließlich doch geschnappt werden, unmittelbar vor einem neuen Coup.

"Sie glauben gar nicht wie einfach es ist, eine Bank zu überfallen, wenn Sie das ein paar Mal gemacht haben. Es macht Spaß. Ich fühle mich gut dabei, furchtbar gut." (O-Ton aus den Protokollen der Gerichtsverhandlung)

Eine eigens eingerichtete SOKO Opa kam den drei Senioren auf die Schliche. Während der Verhandlungen vor Gericht gaben sie als Motiv Angst vor der Altersarmut an. "Der Bank Job" erzählt - ausgehend von der Inhaftierung - ihre Geschichte in Rückblicken. Entlang der realen Fakten wird das Stück als musikalischer Tanzkrimi inszeniert, der die Geschichte kammerspielartig aus der Perspektive der Gangster erzählt. Ihre subjektive Sicht auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, ihre persönlichen Konflikte und ihre Altersmalaisen werden herausgearbeitet: pendelnd zwischen krimineller Brutalität und senilen Marotten.


Produktion: kompanie tanzwerk
Projektleitung/Inszenierung: Rolf Hames, Kevin Young
Darsteller: Jörg Bräuer, Helmut Gentsch, Dieter Knichel
Produktionsleiter/Choreograph: Rolf Hammes
Autor und Regisseur: Dirk Rademacher
Produktionsassistentin:    Annika Goos
Musikerin: Karin Christoph
Dauer: ca. 60 Min.
Aufführungen: 08./09./10./15./16. Dezember 2006
Ort: Schwankhalle
Kooperationspartner: Kulturinitiative Sottrum, Arbeitnehmerkammer Bremen