Fresitil 2009

Alles ist möglich bei Freistil, denn auf der Bühne steht wieder alles unter dem Motto der Improvisation. Künstler/innen verschiedener Sparten zeigen den Zuschauern kurze Stücke in Soli oder Gruppenkonstellationen. Mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen und Möglichkeiten lassen sich Tänzer, Schauspieler und Musiker zusammen vom Augenblick inspirieren und gehen spontan auf Stimmungen und Impulse ein. So entstehen bei Freistil immer wieder neue und einmalige Improvisationen und Experimente. Es wird ernst, humorvoll oder skurril, je nachdem wer performt. Die Besetzung der einzelnen Freistil Veranstaltungen ist immer anders.


Performances am 19.4.09 // Freistil XXL

freier stiel // Actiontheater
mit Marion Becker, Johanna Gragert, Felix Quadflieg, Markus Hoft
Improvisiertes Bewegungstheater über Körper und melodische Bewegungen. 
  
3 F + 3 M = 3 (FM)? // Contact Improvisation
mit Esther Brandau, Miriam Stern, Steffi Adler, Jörn Petersen, Gerd Ammerschubert, Markus Hoft
3 Frauen und 3 Männer zeigen, wie man in (Körper-)Kontakt kommt und welche speziellen Qualitäten der Tanz von Mann und Frau haben. 
 
Current Exchange
mit
Martin Ehrenberger, Asher Levin (Bremen, Berlin)
Eine Improvisation über Begegnung, Einfluss und Austausch zweier Menschen in Bewegung.

Extemporale
mit Philipp Caspari (Berlin)
Das Wesen der freien Improvisation ist die Komposition des Augenblicks, mit strukturellen und thematischen Mustern im Hinterkopf, die sich aus der persönlichen Geschichte und dem über Jahre hinweg angeeignetem Repertoire speisen. Die Entscheidung, welcher Idee man folgt, welchen Faden man weiterspinnt oder auch kappt, welche Geschichte man erzählt, fällt spontan, aber nicht beliebig.

Loop
mit Nicole Erichsen, Gunter Lösel, Felix Elsner, Ilka Siedenburg
Musik-Impro-Theater mit dem Ensemble Stupid Lovers/ Improtheater Bremen
Ein vom Publikum benanntes Kinderlied wird zum Ausgangspunkt für eine wilde, spontane Achterbahnfahrt, angetrieben von freier Assoziation und Musik. 2 Improvisationsspieler stürzen sich in eine rasche Szenenfolge und geraten dabei in Schleifen und Loops: Gesten, Tonfolgen, Bilder und Dialogfetzen tauchen unverhofft an unerwarteter Stelle wieder auf und bilden Zeitschleifen. Vor den Augen der Zuschauer entsteht so ein Netzwerk voller seltsamer Zusammenhänge und Bedeutungen. Die ebenfalls improvisierte Musik schafft weitere Rückkopplungen und Verschiebungen. Am Ende ist das Kinderlied nicht mehr das, was es mal war...
Experimentelles Improvisationstheater mit musikalischen Spezialeffekten.

Sandsturmwirbelflutspiel 
mit Marco Jodes
Improvisation entlang einer Partitur, die sich aus dem Spannungsfeld universaler und individueller Erfahrungen und Motive entwickelt.

Éolien
mit Meltem Nil (Berlin)
Sie sagte: Der Wind streift an Allem nur kurz vorbei und verbindet zugleich alles
miteinander. Was er sieht, trägt er weiter; was er trägt, gibt er weiter.

Ein Monologue zwischen uns
mit Sandra Wieser (Berlin)
Mit wem sprichst du wenn du allein sprichst? 
Improvisation mit Sprache und Bewegung...

Anfang ist immer
mit Anne-Katrin Ortmann, Uli Bösking
eine Geige, ein Musiker, eine Tänzerin, ein Raum - let's play!

 

Performances am 27.09.09

Current Exchange 
mit Martin Ehrenberger // Asher Levin (Bremen, Berlin)
Eine Improvisation über Begegnung, Einfluss und Austausch zweier Menschen in Bewegung.

KLANK
mit Reinhart Hammerschmidt, bass & stuff // Christoph Ogiermann, violin & stuff // Tim Schomacker, percussion & stuff
Inszenierte Musik und kompromisslose Klangerzeugung zum Zugucken, das zeichnet den Bremer Impro-Dreier bei seinen Erkundungen in klangliche Grenzbereichen und raumbespannende Geräusche aus. Schomackers Perkussion ist mehr die Handhabung mitgebrachter Alltagsgegenstände am Boden, Hammerschmidt und Ogiermann bilden einen fulminanten Streichquartett-Torso oder geben sich verzückt den geräuschhaften Aspekten der Tonerzeugung hin.

Dreistil 
mit Anne-Katrin Ortmann, Tanz // Ilka Siedenburg // Felix Elsner
Gerade noch war's so schön und du willst, dass es so bleibt, doch von dem Moment an ist es nicht mehr so schön und nun willst du, dass sich etwas ändert, doch auf einmal ändert sich nichts und du merkst, dass es langsam aber sicher gar nicht mehr so schön ist, immer schlimmer wird und du bist gerade dabei, endgültig damit aufzuhören, da wird es von selbst wieder schön und das Ganze wieder fängt von vorne an (wenn du Glück hast).

Éolien 
mit Meltem Nil (Berlin)
So entsteht aus Bewegung des Körpers eine Bewegung des Gedachten
und umgekehrt.
Und jeder Impuls löst eine Verschiebung aus, Strukturen die entstehen
zerstreuen sich wieder, münden in völlig unerwartete Formen und Klänge:
zu neuen Mustern aus Beziehungen und Verweisen.

 


Performances am 6.12.09

Ohne Titel
mit Sten Rudstrøm
Ein leerer Raum. Sten Rudstrøm betritt die Bühne. Er weiß nicht, was passieren wird. Es gibt kein Skript, keine vorgefassten Gedanken oder Ideen. Aus Leere formt Rudstrøm den Moment zu Tanz, Erzählung und Gesang. Am Schnittpunkt von Gegenwart, Imagination und persönlicher Lebenserfahrung erschafft er vor den Augen des Zuschauers Figuren, Bilder und Gesichten. Eine wilde, unberechenbare und einmalige Reise durch Episoden menschlichen Daseins…

Loop
mit Felix Elsner, Nicole Erichsen, Gunter Lösel, Ilka Siedenburg
Musik-Impro-Theater mit dem Ensemble Stupid Lovers/ Improtheater Bremen
Ein vom Publikum benanntes Kinderlied wird zum Ausgangspunkt für eine wilde, spontane Achterbahnfahrt, angetrieben von freier Assoziation und Musik. 2 Improvisationsspieler stürzen sich in eine rasche Szenenfolge und geraten dabei in Schleifen und Loops: Gesten, Tonfolgen, Bilder und Dialogfetzen tauchen unverhofft an unerwarteter Stelle wieder auf und bilden Zeitschleifen. Vor den Augen der Zuschauer entsteht so ein Netzwerk voller seltsamer Zusammenhänge und Bedeutungen. Die ebenfalls improvisierte Musik schafft weitere Rückkopplungen und Verschiebungen. Am Ende ist das Kinderlied nicht mehr das, was es mal war... Experimentelles Improvisationstheater mit musikalischen Spezialeffekten.

fooled in the empty space
mit Janne Braungardt, Eric Mutch, Daniela Schlemm
Just fools step into an empty space without any given structure and to meet the unknown. Moving on the bridge between dance and theatre, they play with what is alive in the space and in each moment. don’t be surprised if it is your story that they are going to play!

missing link – Ich kann mich nicht erinnern 
mit Gertrud Schleising
In der evolutionsbiologischen Entwicklungslinie vom Tier zum Menschen fehlt bislang immer noch das Mosaikteil, das Merkmale beider Systeme aufzeigt. Diese fehlende Form wird als „missing link“ bezeichnet. Im Englischen wird „missing link“ oft umgangssprachlich als Begriff für Lücke allgemein verwendet. „missing link“ als Lücke in der Erinnerung ist Thema der Performance.

GegenGleich
mit Elke Schaub
Gegensätze ziehen sich an, verstoßen einander, pulsieren gemeinsam, füllen den Raum, überspielen die Differenzen und es bleibt doch EIN TANZ.

G-Musik
mit Joaquin Buitrago, David Niedermayer
Konzeptionierte und trotzdem freie Musik. Der Klang der zwei Gitarren ist stets charmant und belebend.

Action Theater 
mit Marion Becker, Johanna Gragert, Markus Hoft, Felix Quadflieg
Improvisiertes Bewegungstheater über Körper und melodische Bewegungen.

Ohne Titel
mit Daggi Dornelles
Improvisieren ist ein sich öffnen für den Moment. Einen Weg finden ohne zu denken. Einfach da sein, den Moment spüren und mitmachen, mit allem was da ist.